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Hilf dem Trauernden...

Trauernde erleben es oft, dass Menschen, mit denen sie täglich Umgang hatten, sich plötzlich von ihnen zurückziehen. Bei Begegnungen gehen sie auf die andere Straßenseite, wechseln im Lebensmittelladen den Einkaufsgang, um ja nicht mit dem Trauernden in Berührung kommen zu müssen.

Erkennst du dich vielleicht wieder?

Du musst wissen,es schmerzt den Trauernden zusätzlich, wenn du dich von ihm zurückziehst. Er möchte nicht nur immer Schweigen, er möchte Reden von seiner Trauer, von seinem tiefen Schmerz, seiner Einsamkeit und Verzweiflung.

Und du - du hast Angst vor dieser Begegnung? Vielleicht ist es deine Befürchtung etwas Falsches zu sagen. Du weisst nicht richtig mit der Trauer umzugehen, es ist nicht dein Thema. Sicher, der Tod ist ein Tabuthema unserer Gesellschaft, man spricht nicht gern darüber und weist es sehr weit von sich. Aber der Tod und die Trauer begleiten den Menschen bereits so lange sie existieren. Es ist etwas völlig Natürliches - die Trauer.

Deshalb, flüchte nicht vor der Begenung mit dem Leidtragenden, auch wenn es dir schwerfällt - stelle dich der Situation. Habe keine Angst vor den Tränen die fliessen könnten, vor dem Schmerz und den Gefühlen, die du plötzlich intensiv wahrnehmen kannst.

Jetzt kannst du helfen - gehe auf den Traurigen zu, sprich ihn liebevoll an - schenke ihm Zeit, Verständnis und Nähe. Er braucht es sehr. Oft genügen schon kleine Gesten und helfen dem Betroffenen etwas Licht in sein Leben zu bringen.

Du hast so viele Möglichkeiten mitzutragen und nicht nur in der ersten Zeit der Trauer, wo viele sich um den Trauernden kümmern, deine Hilfe anzubieten. Sei auch da nach Monaten, einem halbem Jahr, einem Jahr oder später. Trauer ist individuell und nicht an feste Zeiten (Trauerjahr?) gebunden.



Hier einige Möglichkeiten für dich, wie du mit Wenigem viel Trost schenken kannst:

-ein kurzer Anruf in unregelmäßigen Abständen
(bitte nicht mit der Frage "Wie geht es dir?" )
-ein kleiner Blumenstrauß mit einigen lieben Zeilen
-eine Einladung zu einem gemeinsamen Friedhofsbesuch und anschließendem
Gedankenaustausch in einem gemütlichem Cafe
-Abholung zu einem Stadtbummel oder zu einem Konzert
-ein Besuch einer anderen Kirchengemeinde im Nachbarort
-ein kleines Geschenk (ein tröstendes Büchlein)
-eine kleine Karte mit dem Hinweis - du bist nicht vergessen
-eine Einladung zum Essen usw.


Zeige dem Trauernden - ich habe Zeit für dich. Das wirkt schmerzlindernd und tut gut.
Jesus Christus prägte einmal die Worte: "Was ihr einem meiner geringsten Brüder (ich ergänze: Schwestern) getan habt - das habt ihr mir getan." In diesem Satz handelst du von christlicher Nächstenliebe gesinnt - und - wer wollte Jesus Christus nicht etwas Gutes tun?

Ich wünsche dir ein empfindsames Herz und Mut aus unbedingtem Gottvertrauen dazu. Eines kann ich dir schon jetzt versprechen:

Die Nähe und Liebe die du deinem Nächsten geschenkt hast - kehrt als eine bereichernde Frucht in dein Herz zurück. Sie beglückt dich und du stellst im Nachhinein erstaunt fest - du bist unbeabsichtigt vom Gebenden zum Beschenkten geworden.

Erlebe es. Nur Mut.




Passend hierzu das schöne Gedicht von M.-L. Wölfing:


Segen der Trauernden

Gesegnet seien alle,
die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden,
der mir einmal zulächelt
und mir seine Hand reicht,
wenn ich mich verlassen fühle.

Gesegnet seien alle die,
die mich immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben,
etwas falsches zu sagen.

Gesegnet seien alle,
die mir zuhören,
auch wenn das,
was ich zu sagen habe,
sehr schwer zu ertragen ist.

Gesegnet seien alle, die mir erlauben
von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerungen
nicht totschweigen.
Ich suche Menschen,
denen ich mich mitteilen kann, was mich bewegt.

Gesegnet seien alle,
die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig annehmen,
wie ich jetzt bin.

Gesegnet seien alle,
die mich trösten
und mir zusichern,
das Gott mich nicht verlassen hat.


(Wölfing, M.L.)
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