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Trauergruppe???
WAS GESCHIEHT EIGENTLICH IN DEN TRAUERGRUPPEN?

Wie geht das? .....Trauern?

Trauernde werden von der Sehnsucht nach dem Partner, Kind oder Angehörigen überwältigt und fühlen sich oft von ihrer Umgebung unverstanden. Neben der allgemeinen Trauerproblematik kommen noch psychologische Aspekte stark zur Geltung. Trauernde fühlen sich allein gelassen, werden von Aggressionen, Ängsten und Gefühlen überflutet. Gedanken wie Selbstmord, Konzentrationsschwierigkeiten, Lebensunlust, Arbeitsprobleme und vieles mehr treten auf und sind oft schwer beherrschbar. Vereinsamung und das Gefühl nicht verstanden zu werden drängen in den Vordergrund und bestimmen den Lebenszyklus. Der Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben findet nicht selten abrupt oder aber auch schleichend statt.

Manche hungern nach seelsorgerischem Kontakt, andere möchten nur in Ruhe gelassen werden. Der eine wartet auf einen stärkenden Gedanken in der Seelsorgearbeit, der andere lehnt es ab. Die klassische Seelsorge reicht vielen nicht mehr. Zulassen von Trauer, unausgesprochene Gefühle können in den Gruppen geäußert , Ängste, der Schock des Verlustes, Verzweiflung usw. müssen durchlebt, besprochen oder oft nur ausgetauscht werden. Der Lebensplan muss neu durchdacht, abgedrängte Gefühle wiederbelebt und aufgetretene Glaubenskrisen besprochen werden.

Dieses ist in der Gruppe oder im Einzelgespräch möglich.

Trauerarbeit in der Gruppe

Diese Form der Beratung ist nicht nur sehr effizient, sie ist auch ein wirksames Mittel, um dem Trauernden die gesuchte emotionale Unterstützung zu geben. Trauergruppen können daher emotionale Unterstützung leisten und einen sozialen Zweck erfüllen. Es gibt "geschlossene" (mehrere Teilnehmer beginnen und beenden nach gewissen Zeit die Trauerverarbeitung) und "offene Gruppen" (die Teilnehmer können kommen und gehen wann sie möchten).

Da die Probleme jüngerer und älterer Trauernder in speziellen Bereichen (z.B. Lebens-und Familienplanung, Arbeitsleben etc.) unterschiedlich gesehen wird, denken wir darüber nach, speziell für jüngere Trauernde eigene Gesprächsgruppen anzubieten. Bitte ggf. über uns anfragen.

GRUNDREGELN IN DER GRUPPE
Der/die Gruppenleiter(in) legt vor Beginn der Sitzung Grundregeln fest, die in unseren Gruppen einheitlich angewandt werden. Zielsetzung ist hierbei, dass der Trauernde ein Gefühl von Sicherheit entwicklen kann. Durch das Wissen, daß gewisse Verhaltens- und Anstandsregeln feststehen, erfährt der Teilnehmer ein größeres Gefühl von Sicherheit.

EINIGE GRUNDREGELN

1.) Es wird von den Teilnehmern erwartet, daß sie an den vereinbarten Sitzungen
erscheinen und daß sie rechtzeitig sind.

2.) Jeder kann entscheiden, was er über seinen Verlust mitteilen möchte und was nicht.
Toleranz wird erwartet und auch von den Gruppenteilnehmern gewährt.

3.) Gefühle können zugelassen und gelebt werden. Gesprächspausen werden
ausgehalten. Jeder Teilnehmer hat die gleiche Zeit zur Verfügung, um sich mitzuteilen.

4.) Alle Teilnehmer verpflichten sich mit dem Gehörten streng vertraulich umzugehen. Es
dürfen keinerlei Informationen über Erfahrungen anderer Teilnehmer weitergegeben
werden.

5.) Es werden keine Ratschläge gegeben, außer man wird darum gebeten. Es finden keine
Bewertungen über Gesagtes statt. Im Allgemeinen sind Ratschläge aber selten
erwünscht.

6.) Es wird Rücksicht auf persönliche Einstellungen, religiöse Ansichten und Meinungen
genommen. Die Erfahrungen anderer Teilnehmer sind weder wertvoller noch weniger
bedeutsamer als die eigenen Erfahrungen.


Wird in der Gruppe nur über Trauer gesprochen?
Wer denkt, in den Trauergruppen wird nur über Trauer gesprochen, irrt sich. Hinter Trauer verbirgt sich nicht selten eine soziale Problematik. Die eigene Verlassenheit muss bewältigt werden, neue, unbekannte Gefühle können sich einstellen. Empfindungen wie Hass, Ängste, Schmerz, Zorn, usw. treten in die Gefühlswelt ein.

Hier setzt die professionelle Begleitung ein, ermutigt, hört zu, unterstützt. In den Gruppen darf geweint, dürfen alle auftretenden Emotionen gelebt werden. Aber es wird auch gelacht (ist übrigens nicht der seltene Fall). Wir wissen das der/die Trauernde in einer besonderen Gefühlssituation steht, daher soll der von Trauer Betroffene jederzeit die Möglichkeit haben, sich so zu geben, wie er/sie es gerade möchte.


Muss ich in einer Gruppe etwas von mir erzählen?

Natürlich bleibt es jedem freigestellt, ob er sich öffnet und wenn ja, wieviel er von sich sagen möchte. Wer allerdings schweigen möchte, wird gleichfalls verstanden. Niemand soll sich gezwungen fühlen, etwas sagen oder tun zu müssen. Setzt man sich nur in die Gruppe und sagt nichts, ist das auch ok. Man sollte allerdings dem/der Begleiter(in) zuvor einen kurzen Hinweis geben.

Sind die Begleiter für diese Tätigkeit ausgebildet?
Die Gruppen werden geleitet oder begleitet von ausgebildeten, tlw. zertifizierten Trauerbegleitern mit langjähriger Erfahrung. Sie sind vertraut in der Betreuung und Beratung Trauernder und in der Lage Trauerprozesse, Blockaden und Ressourcen zu erkennen und die emotionalen Trauer- und Abschiedsprozesse unterstützend zu begleiten.


Gibt es Hilfen bei Verlust „jeder Art“ durch diese Begleitung?

Wir bieten die Begleitung Trauernden und interessierten Gästen an, die einen Verlust durch Tod eines nahestehenden Menschen erlitten haben. Wir wären aufgrund der Ausbildung einiger Begleiter durchaus in der Lage, auch den anderen Gruppen von unterschiedlichsten Verlusten (Verlust von Gesundheit, Partner, Arbeitsplatz usw.) Betroffener Hilfe durch Gesprächsgruppen anzubieten, jedoch würde das den zeitlichen Rahmen unserer ehrenamtlichen Tätigkeit sprengen. Grundsätzlich sind die Hintergründe dieser Fragestellung aber nicht unbekannt.


Sind die Gruppen nur für Neuapostolische Christen eingerichtet?

Es ist absolut wünschenswert, wenn Menschen angesprochen werden und in die Gruppen eingeladen werden, die keiner oder einer anderen Religionsgemeinschaft angehören.


Können Seelsorger über das Thema "Trauerproblematiken" in einer eigenen Veranstaltung informiert werden?
Sofern Bedarf besteht, geben wir gerne auch unser Wissen in einem Seminar an die Seelsorger weiter. Gravierende Fehler, wie sie leider manchmal in bester Absicht, aber aus Unsicherheit oder Unkenntnis passieren, können im Vorfeld abgemildert oder sogar vermieden werden. Die eingesetzte Zeit rentiert sich ganz sicher im Späteren bei dem Umgang mit Trauernden und verhindert seelische Verletzungen.

Überraschende Teilnahme von NAK-Seelsorgern in den Trauergruppen
Wir haben mit dem Bezirksapostel, Bischöfen,Bezirksvorstehern und Bezirksämtern die Regelung getroffen, dass wir diese Gruppen nicht öffentlich machen möchten. Das hat den Hintergrund, dass sich teilweise hinter der Trauer des Betroffenen nicht selten psychisch gravierende Thematiken befinden. Da unserer Erfahrung nach bereits nach kurzer Zeit bei den Betroffenen eine Öffnung der verborgenen Gefühle und Empfindungen stattfindet, würde diese Offenheit bei wechselnden Teilnehmern nicht erfolgen.
Gravierende Hintergründe blieben den Begleitern dadurch verborgen und könnten dadurch nicht erkannt und angesprochen werden. Deshalb bitten wir um Verständnis(!), dass wir die Gruppen "geschlossen" halten möchten. Nach Absprache ist es aber durchaus zu begrüßen, dass die Betroffenen auch einmal an einem Gruppenabend mit Vorstehern bzw. Bezirksämtern sprechen können.



Quellenangaben:
"Beratung und Therapie in Trauerfällen"
(J. William Worden)



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