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2. Fehlgeburt > Fortsetzung von meinem 1. Artikel
Fortsetzung von meinem 1. Artikel > 2. Fehlgeburt.
Lesung = Vorraussetzung für diesen neuen Artikel


Im September 2008 haben wir eine Humanmedizinische Untersuchung machen lassen, d. h. unser Blut wurde auf genetische Defekte untersucht. Damit sollte festgestellt bzw. ausgeschlossen werden, dass die 2 Fehlgeburten durch einen genetischen Defekt unsererseits ausgelöst wurden. Das Ergebnis kam und wir hielten Beide unabhängig von einander unsere Umschläge mit den Untersuchungsergebnissen in der Hand. Die Angst war gross, den Umschlag zu öffnen. Was stand in dem Ergebnis? War bei uns genetisch alles in Ordnung? Ein Stein viel uns vom Herzen, als wir das Ergebnis lasen > genetisch alles in Ordnung! Zusätzlich unterzog ich mich noch einer Gebährmutterspiegelung, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Auch hier war so ziemlich alles
o. k.!
Nun ja, mittlerweile hatten wir November 2008 und wir haben mit dem 5. Versuch gestartet (der Letzte den die Krankenkasse zur Hälfte bezahlte). Nun kam auch noch dieser Druck auf uns zu > es wäre der letzte Versuch - die letzte Möglichkeit, es sei denn es würden wieder genügend Eier übrig bleiben, die wir für einen 6. Versuch auf eigene Kosten einfrieren lassen könnten...
Der Tag der Eierentnahme kam und am nächsten Tag konnten wir telefonisch erfragen, wieviele Eier sich "erfolgreich" befruchtet haben lassen! Tja, es waren genau 4 Eier. Die Enttäuschung war gross, denn bei den letzten Malen hatten wir immer mehr Eier zum Einfrieren zur Verfügung gehabt. Wir haben uns nach Rücksprache mit der Ärztin dafür entschieden 2 Eier einsetzen zu lassen und 2 Eier einfrieren zu lassen, obgleich da der Zweifel sich wieder breit machte > "nur" 2 Eier einfrieren!?! Bei den letzten Auftau-Aktionen sind immer mindestens 2 Eier kaputt gegangen. Naja, gesagt - getan.
Anfang Dezember dann das Ergebnis des Schwangerschaftstestes > negativ - nicht schwanger. Die Traurigkeit war gross > was hätten wir uns doch gefreut über so ein wunderschönes Weihnachtsgeschenk. Aber es sollte nicht sein...
Das Weihnachtsfest 2008 viel auf meiner Seite dementsprechend aus > viele Tränen überschatteten das Fest.

Den Sonntag vor Rosenmontag teilte ich unserem Priester mit, dass er doch Rosenmontag an uns denken möchte, da wir mit dem 6. und letzten Versuch starten wollten. Er sagte mir dann, wir sollen noch warten. Er meinte ich muss erst einmal ruhiger werden (muss dazusagen, dass ich immer sehr aufgelöst bin). Naja, "gepasst" hat es mir nicht 100%ig, aber wir folgtem seinem Rat. Die Woche darauf besuchte er uns und las uns verschiedene Bibelwörter vor, in dem es sinngemäss hieß: Nicht wir bestimmen Zeit und Stunde, sondern der Herr! Wir sollten nun auf ein Zeichen warten, wann der richitge Zeitpunkt ist! Aber wie sah so ein Zeichen aus? Mitte März waren wir beim Bezirksapostel eingeladen. Er diente in der Gemeinde wo die Oma meines Mannes ansässig ist. Der Gottesdienst baute sich genau auf das Thema "Zeit" auf. Bei der Verabschiedung sagte der Bezirksälteste zu uns (der uns nicht kennt und den wir auch nicht kennen): "Schön, dass ihr Beide auch hier seit!" War das, das Zeichen? Wir fragten unseren Priester und er meinte wenn wir an dem Abend ins Bett gehen würden, sollten wir zusammen beten und wenn wir am nächsten Morgen wach werden würden, dann sollten wir nach dem handeln, was wir Beide unabhänig voneinander empfinden. Der Morgen kam und ich habe nichts empfunden. Mein Mann empfand ebenfalls nichts. Er kniete sich aber vor der Arbeit nochmals hin und betete. Anschliessend schlug er die Bibel auf und fand ein Wort in dem sinngemäß stand: Den Gottlosen wird der Herr begegnen und den Gottgetreuen wird der Herr geben! Das war es... Das war für uns das Zeichen und wir informierten unseren Priester. Den Sonntag darauf kam unser Älteste in unserem Gemeinde und lud uns wiederrum zum Bezirksapostelgottesdienst ein. Er meinte wir brauchen jetzt ganz viel Kraft. Wir freuten uns natürlich über diese Einladung sehr. Zwischenzeitlich hatten wir mit dem 6. Versuch begonnen. Nach dem Bezirksapostelgottesdienst sprachen wir den B-Apostel an und fragten, ob er für uns betet, da wir am nächsten Tag erfahren würden, ob die Eier beim Auftauen nicht kaputt gegangen sind und sie eingesetzt werden können. Gerne sagte der B-Apostel, 2 Apostel und unser Älteste uns zu für uns zu beten. Doch letztendlich > nicht unser, sondern Gottes Wille geschehe...
Nach einem Telefonat mit der Klinik, durfte wir erleben, was Gebete bewirken können. Die 2 Eier waren "top" , beste Qualität und wurden nun am darauffolgenden Tag eingesetzt. Wir waren bei noch keiner Therapie so sicher, dass es geklappt hat, wie bei diesem Versuch. Wir durften soviele Glaubenserlebnisse erleben. Der Tag des Ergebnisses kam, es war der 20.04. der Geburtstag meines Papas > ach, was wäre das doch für ein wunderschönes Geburtstagsgeschenk! Nachdem ich Morgens zur Blutentnahme war, konnte ich Mittags das Ergebnis erfragen. Was soll ich sagen > negativ - nicht schwanger!
Und das wo wir uns doch so sicher waren, dass der Herr unsere Bitte erhören würde...

Nun müssen wir lerne damit umzugehen, damit fertig zu werden... ja, dass wir vielleicht nie ein Kind haben werden! Ich weiss es steht uns in keiner Weise zu über andere zu urteilen, aber manche wollen keine Kinder, bekommen sie und "schmeissen" sie ganz einfach weg...
Der Schmerz sitzt auf beiden Seiten sehr tief.
Wir können nicht so recht begreifen, was an einem Kind verkehrt sein soll!?!?
Man versucht sich zu trösten, dass der Herr keine Fehler macht, doch wenn man selbst in so einer Situatuion steckt, dann ist es gar nicht so einfach, dass zu verstehen...
Es tut der Gedanke weh, dass wir vielleicht nie Kinder haben werden. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass der Herr unserem Wunsch nicht nachkommt...
Es tut weh andere kleine Kinder zu sehen, wobei da überhaupt keine Eifersucht oder Neid eine Rolle spielt.
Man weiss nicht wofür es gut ist? Was uns vielleicht "erspart" geblieben ist.
Wir beten, dass wir "Stille" sein können und uns unter dem Willen des himmlischen Vaters beugen können... > was eine harte Prüfung ist.

Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns bis heute in der schweren Zeit mit Gebeten unterstützt haben und es auch weiterhin tun. Es tut gut zu wissen, dass es Menschen / Geschwister / Freunde / Verwandte gibt, die mit uns Mitfühlen, die für uns da sind, die für uns Beten, ja ganz einfach die ein Ohr für uns haben.

Wir benötigen jetzt ganz viel Kraft von oben...
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