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Die letzten Türen
Als meine Mutter vor 3 1/2 Jahren starb hatte ich nicht die leiseste Ahnung was Trauerbewältigung wirklich heißt!

Viele Dinge beschäftigen mich bis heute, vor allem dass ich nicht meiner inneren Eingebung gefolgt bin und nach dem letzten Zusammensein mit der Familie, bei ihr im Krankenhaus, noch ein letztes Mal zu ihr zurückgekehrt bin. Lange verfolgte mich dieser eine Gedanke, löste ungeahnte Gefühle in mir aus, Gefühle dich ich nicht für möglich gehalten habe.

Oft habe ich den lieben Gott gefragt warum mich gerade in meinen Träumen dieser eine, letzte, schmerzhafte Moment an ihrem Totenbett verfolgt. Wir haben doch so viele schöne Momente zusammen erlebt. Und doch lies mich dieser letzte Moment nicht los.

Ein lieber Mensch gab mir den Rat noch einmal den Weg ins Krankenhaus zu machen, den Weg zurück an die letzten beiden Türen. Fast 1 1/2 Jahre ist dieser Ratschlag nun her. Erst jetzt war ich zu diesem Schritt bereit und hatte doch soviel Angst in meinem Herzen. Was wird dieser Weg auslösen, was kann ich damit ausrichten, verändern in meiner Trauer?

Meine Freundin war so lieb mich auf diesem Weg zu begleiten. Da sie nur an einem Sonntag Zeit hatte, ausgerechnet nach dem Entschlafenen-Gottesdienst, machten wir uns also auf den Weg.

Nun betrat ich nach 3 1/2 Jahren wieder das Krankenhaus, alles in mir krampfte sich zusammen, ich war den Tränen schon auf dem Weg zur Station nah. Am liebsten wäre ich wieder weggelaufen! Aber meine Freundin hielt mich zurück. Jetzt hatten wir es gemeinsam bis hierher geschafft, nun schaffen wir es auch weiterzugehen, so waren ihre Worte.

Und nun stand ich da! Vor den letzten beiden Türen!

Der ganze Ablauf der letzten Tage meiner Mutter spulten sich wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich lies meinen Tränen freien Lauf, es war als würde mir jemand den Boden unter den Füßen wegziehen. Ich war meiner Freundin so dankbar dass sie bei mir war.

Nach dem wir eine kleine Weile vor den Türen verbracht haben, hatte ich das Gefühl gehen zu können. Wir gingen ins Treppenhaus und dort hing noch immer das Plakat mit dem Gedicht "Spuren im Sand" und eine Etage tiefer "Ich wünsche dir Zeit". Es schien als wäre die Zeit stehengeblieben, aber es fühlte sich irgendwie anders an.

Anschließend sind wir noch gemeinsam auf den Friedhof an dein Urnengrab gegangen. Dort haben wir einfach im Sonnenschein gestanden und über dich, meine Gefühle und auch über dein kleines Bengelchen gesprochen, die auch gerade wieder sehr um dich trauert und dich vermisst.

Es war wieder ein kleiner Schritt nach vorn, wieder ein Stück Trauerbewältigung. Doch auch erneut die Erkenntnis, dass NICHTS wieder so sein wird wie es einmal war.

Froh bin ich, dass ich diesen Rat befolgt habe! Es hat mir ein Stück Erleichterung verschafft und dafür bin ich dankbar.

Übrigens, diese letzten beiden Türen hatten die Nr. 313 + 315, Chormappe: O du mein Trost + Wir warten dein o Herr !

Ich freu mich auf ein Wiedersehn mit meiner Mutter, sei es hier auf Erden in Erinnerungen oder einmal im Himmel.

Ich hab dich unendlich lieb Mama!
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