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Sterben u. Abendmahl
Hl. Abendmahl vor dem Sterben


In Deutschland sterben jedes Jahr nach einer Statistik weit über 800.000 Menschen.



Jeder Mensch hinterlässt eine sehr persönliche Lebensgeschichte. In ihr sind die schönen und wertvollen Momente verborgen, die Zeiten der Freude, des Glücklichseins, der Liebe und vieles Schöne mehr. Aber auch die dunklen, unschönen und verborgenen Seiten eines Menschen, begleiten diesen zeitlebens - bis zum Tod. In den bewusst erlebten Stunden des Abschiednehmens von dieser Welt brechen die Erinnerungen oft scharf umrissen hervor und eine große Unruhe befällt den scheidenden Menschen.

Wie sterben die Menschen aber wirklich? Mich interessierte die Frage und ich stellte sie einem Arzt, der viele Patienten bis zum Tod begleitet hatte. Grob skizziert beschrieb er drei Gruppen und schilderte aus seinem Erleben, wie sie starben.


Die erste Gruppe:
Sie haben in ihrem Leben eine aufgeräumte Lebensstraße hinterlassen und blicken in Dankbarkeit auf ihren Lebensweg zurück. Sie sind im Allgemeinen im Einklang mit sich und ihrem Umfeld, hatten oft beruflichen Erfolg, mit den Kindern stehen sie in einem harmonischem Verhältnis. Sie haben alle Dinge vorher geregelt und die Sicherheit, oft aus ihrem Glauben, das sie im entscheidenden Moment beruhigt „loslassen“ können.

Die zweite Gruppe:
Es sind die, die Gott zeitlebens ablehnten. Die für sich entschieden haben, ich lebe im Augenblick und wenn ich sterbe ist alles vorbei – Gott und ein Leben nach dem Tod sind nicht existent.

Die dritte Gruppe:
Das sind die Menschen, die am Ende ihres Lebens unruhig und innerlich aufgewühlt sind. Sie fragen nach Gott und nach einem Leben nach dem Tod. Sind Hin- und her gerissen in ihren Gefühlen und möchten in den letzten Stunden alles nachholen, was sie im Leben versäumt haben. Sie sterben ohne Frieden und schwer.

Soweit die Aussagen des Mediziners.

Ein persönliches Erlebnis
Ich erinnere mich an den Anruf einer Frau, die mich eines Sonntags spätabends anrief und als Seelsorger bat, ihre sterbende Verwandte im Krankenhaus zu besuchen. Sie quäle sich im Wachkoma und könne nicht sterben. Mir war die Sterbende persönlich nicht bekannt.

Im Sterbezimmer angekommen bot sich mir der zuvor beschriebene Anblick. Die betagte Glaubensschwester, lag in ihrem zerwühlten Bett und wälzte sich voller Unruhe hin und her. Eine Weile der Nähe, des Zuspruchs aus Gottes Wort und die durchgeführte Feier des Heiligen Abendmahls ließen sie für Augenblicke ruhig werden und ich verließ alsbald das Zimmer.

Knapp zwei Wochen später erhielt ich erneut einen Telefonanruf der Verwandten. Diesmal sehr verzweifelt, fast hilflos. „Bitte kommen Sie, ich kann dieses Leiden nicht mehr mit ansehen. Sie kann nicht sterben, helfen Sie ihr!“

Im Krankenhaus angekommen bot sich mir das gleiche Bild wie bei meinem ersten Besuch. Eine vollkommen unruhige Frau lag in dem Bett und quälte sich von einer Stunde in die nächste hinein. Mein Nachfragen ergab, dass es irgendwann im Leben dieser Frau schwerwiegende Dinge innerhalb der Verwandtschaft gegeben hatte, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

Leise trat ich anschließend an das Sterbebett. In meinem Inneren stand der Wunsch, der Sterbenden den Übergang in die Ewigkeit zu erleichtern. Mit wenigen, behutsamen Worten konnte ich auf die Liebe aus Jesu Christi verweisen, die alles Leid nimmt, die Ruhe und tiefen Frieden in die Seele senkt. Selbst wenn schwerste, nach unserer Vorstellung unkorrigierbare Fehler gemacht wurden, deckt die Gnade Jesu alles zu. Auch auf den Seelenfrieden der im Abendmahl begründet ist und der tiefen, inneren Frieden schenkt, konnte ich hinweisen. Ein Frieden der auch alle Unruhe nehmen kann. Wir feierten gemeinsam das Heilige Abendmahl. Es war sehr still in dem Zimmer. Nach meinen letzten Worten wurden die die zuckenden Körperbewegungen der sterbenden Frau weniger, der Atem ging gleichmäßiger und es wurde ruhiger in ihr. Nach der Feier des Heiligen Abendmahles beendete ich den Besuch und ging nachdenklich aus dem Zimmer.


In der folgenden Nacht schlief unser Glaubensschwester, wie die Verwandte schilderte, ruhig ein.

Ich habe solche Situationen wie andere Seelsorger auch, häufig erlebt. Das letzte Abendmahl und damit verbunden, die Sündenvergebung hat eine ungeheuer stärkende, beruhigende und besänftigende Kraft. Nicht selten beteten sie mit letzter Kraft, leise die Worte des Abendmahlsgebetes mit und sind kurz nach der Feier des Heiligen Abendmahles in das Jenseits gezogen. Hier wird die Bedeutung der ordnenden und heilenden Kraft des Opfers Jesu in aller Deutlichkeit sichtbar.

Dabei ist der Ausführende nur mittelbar beteiligt. Seine Worte sind die versöhnenden Worte des Gottessohnes, seine Kraft kommt aus der Kraftquelle des Höchsten. Niemand, der ernsthaft im Seelsorgeauftrag steht würde für sich beanspruchen wollen, dass er aus sich heraus Frieden, Ruhe und Versöhnung spenden kann. Die Sündenvergebung einmal völlig davon losgelöst. Auftraggeber und Wirkender ist und bleibt allein Jesus Christus. "Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Apostel nicht größer als der, der ihn gesandt hat." (Joh.13,16)

Unser Glaube sagt uns, dass auch in den Ewigkeitsbereichen Versöhnung, Frieden und Ruhe geschaffen werden kann. Auch der Heimgegangene der unversöhnt in die Bereiche des Todes ziehen musste, kann Gnade aus Jesu empfangen. Nicht umsonst ging er, Jesus Christus, nach seiner Himmelfahrt in die untersten Orte der Erde. So wie er hier auf Erden die Menschen aus dem Bann der Sünde befreite, wird er weiter wirken.

Nicht jeder hat die Gnade das Heilige Abendmahl kurz vor seinem Tod gereicht zu bekommen. Manchmal tritt der Tod plötzlich, ohne Vorwarnung ein. Sorgenvoll fragt sich der zurückgebliebene Angehörige - muss sich der/die Heimgegangene jetzt mit seinen Sünden quälen? Wie ist sein Seelenzustand in jenen Bereichen? Auch hier bin ich überzeugt dass die Gnade Gottes nur kurze Zeit später die Lebensstraße aufräumen kann. Unser Glaube schenkt uns die Gewissheit der Sündenvergebung durch das hier auf Erden gereichte Hl. Abendmahl für die Verstorbenen nur kurze Zeit später.

Das Sterben anderer setzt auch Gedanken über den eigenen Tod frei. Wenn Sie an Ihr Sterben denken, was ist Ihnen wichtig?

Haben Sie eine „aufgeräumte Lebensstraße“ oder sind noch Dinge zu regeln? Sind Sie im Frieden mit sich selbst und dem anderen? Wie sieht es mit den unschönen Seiten aus, die noch zu korrigieren sind? Wollten Sie einem bestimmten Menschen noch unbedingt etwas sagen? Was wäre, wenn Sie nur noch eine Tag, eine Woche zu leben hätten? Welche Angelegenheiten würden Sie noch in Ordnung bringen wollen?

Fragen über Fragen….
aber besser heute, als am Ende unserer Straße?
Man könnte einmal darüber nachdenken.
Aber, nein, wir verschieben es lieber wieder auf "Morgen"……
...bis wir uns vielleicht irgendwann Hin- und herwälzen……?



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