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Ich weiß, wohin die Reise geht!
Besuch bei einer Glaubensschwester im Sterbehospiz


Gerne erinnere ich mich an meine Jugendzeit und die damit verbundenen Einladungen bei älteren Geschwistern. Da mußte man manchmal wirklich vorher oft tagelang nichts bzw. wenig Essen, um bei der Einladung nicht aufzufallen - da wurde nämlich oft aufgetischt, als ob eine Bundeswehr-Kompanie kommen würde.

Auch eine ältere Schwester - sie kümmerte sich jahrzehntelang um die Kinder- und Musikarbeit - lud uns Jugendliche gerne ein. Auch wenn man gerade in ihrer Nähe war, nur kurz klingelte, um \\\"Guten Tag\\\" zu sagen, wurde man sofort in die Wohnung gebeten und fünf Minuten später ging ihr Backofen schon auf Hochtouren. Gerade als ich nun diese Zeilen schreibe, kommt ein Lächeln über mein Gesicht - welch schöne Erinnerungen an Glaubensgeschwister, die zwischenzeitlich schon in der Ewigkeit sind.

Die oben erwähnte Glaubensschwester litt an Krebs und wurde in ihrer letzten Lebenswoche in ein Sterbehospiz gebracht. Der zuständige Hauspriester meinte, daß man sie gerne besuchen kann, aber Schwester E. aufgrund ihrer starken Schmerzen unter Morphium stehe; sie würde somit fast niemanden mehr erkennen bzw. auch ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen.

Als wir nun das Sterbehospiz betraten - es war für mich das erste Mal - empfand ich eine sehr schöne Athmosphäre. Vogelgezwitscher, Wassergeplätscher, leise bzw. dezente Musik im Hintergrund, die hellen Räume - alles machte einen sehr friedlichen Eindruck und ließ nicht auf die letzte irdische Station im Leben der Bewohner schließen.

Wir suchten das Zimmer von Schwester E. auf, betraten dies und wurden von ihr sogleich erkannt. Sie war als - sagen wir mal - sehr resolut bekannt und gleich kam die Anweisung an uns \\\"Schwester F. und D. stellt euch mal so an das Bettende, daß ich euch auch gut sehen kann\\\". Mir verschlug es im ersten Moment die Sprache. Der Hauspriester meinte doch, daß sie nichts mehr wahrnimmt und da liegt Schwester E. mit einer zwar etwas schwächeren Stimme, aber genau der gleichen Resolutheit wie früher.

Wir wußten - und auch Schwester E. - daß dies unser letztes Wiedersehen auf Erden war. Dementsprechend kamen mir auch die Tränen. Schwester E. meinte dann - und ich zitiere wörtlich - \\\"Ich weiß wo ich bin und ich weiß auch, wohin die Reise geht\\\". Was soll man darauf entgegnen? Sie hatte wirklich keine Angst, was man auch ihrem Sprechen entnahm.

Als Schwester E. zwei Tage später heimging, wurde ein wunderschöner Gartenstrauß an ihren Nachttisch gestellt, so daß unser Vorsteher und auch der Hauspriester (Schwester E. war alleinstehend und hatte keine Angehörigen) von ihr Abschied nehmen konnten.

Die letzten Worte von Schwester E. \\\"Ich weiß auch, wohin die Reise geht\\\" sollen uns alle begleiten. Wir alle streben unserer himmlischen Heimat zu - laßt uns dies mit den Worten von Bez.Apostel Engelauf tun \\\"Stammapostel schließ uns weiterhin in deine Liebesarme und führ uns himmelwärts\\\".
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