Startseite · Artikel · Diskussions Forum · Chat · Web Links · Registrieren · ImpressumSamstag, Juli 20, 2019
Navigation
Startseite
Artikel
Gedenksteine
In Memoriam
Todesfall - Was tun?
Trauerverse-, -Sprüche
Kondolenzbriefe
Diskussions Forum
Chat
Web Links

Seite empfehlen
Artikel einsenden
Gedenkstein setzen
Nachruf schreiben
Link einsenden

AGB
Datenschutz
Kontakt
Impressum
Artikel-Kategorien
Entschlafenenwesen (12)
Formalitäten in Trauer (3)
Glaubenserlebnisse (14)
In Memoriam (58)
Kondolenzbriefe (1)
Memento (7)
Sterbebegleitung (2)
Tod eines Kindes (10)
Trauerbegleitung (11)
Trost in Trauer (60)
User Online
Gäste Online: 1
Keine Mitglieder Online

Registrierte Mitglieder: 485
Neustes Mitglied: Schotti
EGD schon Normalität?
Entschlafenengottesdienst, drei Mal im Jahr. Dann noch Entschlafenenabendmahl bei Übertragungen, Bezirks- oder Stammapostelgottesdiensten.
Ist es schon zur Normalität geworden? Zur Regel?


Schon als kleiner Knirps lernt man, dass der Entschlafenengottesdienst etwas besonderes ist. Für die Seelen im Jenseits, aber auch für uns. Wir sollen ihnen den Weg zeigen, durch unsere Gebete. Als Kind erinnerte mich das immer an den Lichtkegel einer Taschenlampe, der einsam durch ein düsteres Verlies irrt.

Ich schämte mich, wenn ich diesen Tag vergas, mit meiner kleinen Taschenlampe nicht jemandem den Weg gewiesen hatte. Doch auch später stellte ich mir häufig die Frage, was genau soll ich den nun tun? Jahrelang betrachtete ich stumm die roten, verweinten Augen um mich herum. Fragte mich, warum ich nicht weinte. Waren mir meine Urgroßeltern, meine Freunde, meine Geschwister und meine Mutter nichts wert? War es mir gleichgültig, dass sie alle nicht mehr bei mir waren?

Vor etwa eineinhalb Jahren löste sich dann der Knoten, der mir dieses verwehrt hatte. Auslöser dafür war unser (neuer) Stammapostel. Ich habe noch bei keinem vorher das Entschlafenenabendmahl so erlebt wie bei ihm. Die Emotionen, die unser Stammapostel uns offen zeigt und die ihn so häufig überwältigen, zeigten mir, dass es nur natürlich ist, um etwas zu trauern. Erst weinte ich, weil ich es nicht ertragen konnte, diesen Mann so zu sehen. Dann weinte ich, weil ich es verstanden hatte. Seitdem berührt mich vor allem das Entschlafenenabendmahl - herausgerückt aus dem restlichen Gottesdienst. Mich zu bemühen in dieser Situation nicht die Kontrolle zu verlieren habe ich aufgegeben.

Mit dem Tod umzugehen ist schwierig. Manch einer wird seine gesamte Kindheit und Jugend vor einer Konfrontation verschont. Sie können sich glücklich schätzen ihre Geliebten noch um sich zu haben. Doch wem der Tod begegnet, auf welche Art und Weise auch immer, der verarbeitet es ganz unterschiedlich. Man sucht Nähe, schreit den Schmerz hinaus oder aber man wird still, zerfrisst sich innerlich. Mauern bauen zum Schutz vor dem Schmerz. Es erscheint einem am Anfang einfach und sinnvoll. Das Leben geht weiter. Doch man braucht große Anstrengungen und die Hilfe von Außen, um diese Mauern wieder einzureißen.

Gefühle offen zeigen. Ein Verhalten das es früher nicht gab, uns heutzutage aber von unseren Amtsträgern vorgelebt wird. Ob Wilhelm Leber, Armin Brinkmann oder auch "nur" Eduard N. am Altar steht. Und von ihnen habe ich es gelernt. Wieso sollte ich verstecken, dass ich um die Menschen trauere, die ich geliebt und verloren habe?
Im Gottesdienst des Bezirksapostels sprach dieser von den verstorbenen Zwillingen unseres Ältesten und seiner Frau. Nur ein Kind war ihnen hier geblieben. Eine Situation, die mich berührt, da ich sie selbst nur zu gut kenne.

Mit welchen Gefühlen blickst DU dem Entschlafenengottesdienst entgegen? An wen denkst DU, wenn das nächste Mal das Entschlafenenabendmahl gefeiert wird?

Solvey


Quelle: www.ready-online.de


Suche in trauerkreis.de

in
News
Artikel
Forum
Gast
Benutzername

Password

Speichern



Password verloren?
Letzte Artikel
Für meine Großmütter
was tun als Lebensge...
Alle Plätze leer
Das Wesentliche blei...
Erster Schultag mein...
Shoutbox
Zum Posten bitte einloggen.

Noch keine Nachrichten.
Copyright © 2005-2015